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4.05. Wie läuft die Blutstaufe biologisch ab?

Proteine (umgangsprachlich auch Eiweiße) sind für alle Zellen grundsätzlicher Bestandteil, auch beim Vampir. Jedoch sind die Zellen eines Vampirs eine mutierte Form und somit aggressiv.

Trinkt der Mensch normales menschliches Blut, kommt dieses in den Magen und wird sofort von der Magensäure zersetzt, wie jedes andere Nahrungsmittel ebenso. Trinkt der Mensch das Blut eines Vampirs, ohne, dass dieser zuvor auch von diesem Menschen getrunken hat, wird dieses Blut bzw. die Zellen als Fremdkörper in den Darm weitergeleitet und hat somit keine Wirkung.

Die Vampirzellen sind resistent gegenüber der Zersetzung, aber sie können auch keinen Schaden anrichten, dafür ist das Immunsystem des Menschen generell auch zu stark, aber auch wenn es schwach wäre, hätte es lediglich zur folge, dass dem Menschen übel würde. Die aggressiven Zellen haben somit keine Möglichkeit sich auszubreiten oder einzubetten, sie werden als Fremdkörper behandelt, vernichtet und ausgeschieden, da sie einfach zu fremd sind und auch keine Möglichkeit finden, sich in irgendeiner Weise miteinander zu verbinden.

Daher ist es zentral wichtig bei der Blutstaufe, dass der Vampir zuvor von genau dem Menschen trinkt, den er umwandeln möchte. In jeder Zelle befindet sich ein Zellkern und in dieser die DNA. Die vampirische (!) Zelle ist einer ständigen Meiose unterworfen ist. Beim Vampir geht dieser Vorgang innerhalb weniger Minuten und das wiederholend vor sich.

[Exkurs Mensch: Jeder Mensch hat einen doppelten Chromosomensatz, ergo: 2x23 Chromosomenpaare. Die Reduktionsteilung/Meiose passiert grundsätzlich nur bei der Befruchtung, das heißt: die Eizelle halbiert ihren Chromosomensatz auf 1x23 Chromosomenpaare. Bei der Befruchtung der weiblichen Eizelle enthält diese nun 1x23 CP und das Spermium des Mannes enthält ebenfalls 1x23 CP, finden diese zueinander, findet eine Befruchtung statt, sodass die befruchtete Eizelle nun wieder einen doppelten CP erhält, sprich: 2x23 CP, die das Leben überhaupt möglich macht].

Beim Vampir ist es nun so, dass er Zellen im Blut hat, die ständiger Meisose unterliegen, was beim Menschen nicht der Fall ist. Wenn der Vampir von einem Menschen trinkt, nimmt er das Blut und die Zellen des Menschen in sich auf. In sehr rascher Geschwindigkeit werden die Zellen des Menschen vom Organismus des Vampirs geteilt und wieder zusammengesetzt, was heißt: Erst wird die Zelle reduziert von doppelt auf einfach und zwar die menschliche, wie auch die vampirische (die sowieso ständig). Dann setzt sich die vampirische mit der menschlichen zusammen, sodass wieder ein doppelter Chromosomensatz entsteht.

(Dies ist auch zentral wichtig, wie der Vampir sich ernährt oder warum er durch menschliches Blut gut ernährt werden kann, da der Organismus die Zellen so verändert, wie der Vampir sie braucht, um wieder zu Kräften zu kommen. Ein Tier hat beispielsweise nicht genügend menschliche Zellen, weswegen z.B. das Aussehen eines Antivampirs leidet, der sich nur von Tierblut ernährt).

Der Mensch trinkt nun vom Vampir und die neuartigen Zellen gelangen in den Körper des Menschen. Sie sind resistent gegen die Magensäure und verbinden sich mit den Zellen, auf die sie dort treffen. Der erste Akt, der nun schon gleich beginnt, ist, dass diese neuartigen Zellen, die teilweise aber bekannt sind und nicht mehr als Fremdkörper angesehen werden, sich mit der Magenschleimhaut verbinden. Bei diesem Vorgang wird der Magen, der durch die Magenwand und Schleimhaut vom restlichen Körper eigentlich abgetrennt ist, damit die Säure sich nicht einfach überall ausbreiten kann, verändert, die Magensäure löst sich selbst auf und die Magenwand wird zur semipermeablen (selektiv permeablen) Membran: d.h. liquid und durchlässig für osmoseartige Vorgänge.

[Exkurs: Osmose bedeutet, dass ein Flüssigkeitsausgleich stattfindet, sprich: Flüssigkeit dringt vom Ort hoher Flüssigkeitskonzentration zum Ort niedriger Flüssigkeitskonzentration und schafft so einen Ausgleich, was beim Vampir immer dann im Magen vor sich geht, wenn er Blut trinkt. Der Magen füllt sich mit Blut und das Blut hat eine höhere Konzentration seiner Werte, als außerhalb des Magens und so wird das frische Blut durch die liquide Magenmembran (die es nur bei Vampiren gibt) mittels Osmose gezogen, um sich dann im ganzen Körper ausbreiten zu können.]

Die Zellen erneuern sich stetig, nicht wie beim Menschen, dessen Zellen eine gewisse (und auch unterschiedlich lange Zeit) brauchen, um sich zu erneuern, auch wenn dies ebenfalls ein stetiger Vorgang ist, er ist um einiges langsamer als beim Vampir. Die Mutation der vampirischen Zelle macht dies möglich.

Wer gerne auch eine etwas romantischere Erklärung haben möchte, warum die Natur das so und nicht anders gelöst hat, darf sich darauf berufen, dass die Natur der Vampire vorsieht, dass die Meister/Schöpfer ihrer "Kinder" eine enge Verbindung zu diesen aufbauen müssen, um sie schützen und unter anderem auch etwas kontrollieren zu können. Somit ist es auch hier zentral wichtig, dass auch das Blut des Menschen im Vampir vorhanden ist, bevor die Umwandlung stattfindet und er somit selbst auch neu verbundene Zellen in sich trägt, die eine Verbindung erst möglich machen.

Diese Zellen betten sich langfristig im Herzen ein, solange, bis der Vampir seinen Schützling freigibt, dann wird die Zelle zerstört und die Verbindung bricht ab. Das erklärt auch, warum man sich später wieder in die Abhängigkeit eines anderen Vampirs geben kann, aber hier nun freiwillig die Zelle in sich wieder zerstören kann. Dem neuen Schützling ist es nicht möglich, diese Verbindung von selbst zu lösen, ein freiwillig Abhängiger kann dies sehr wohl. (Siehe hier die FAQ unter "Fähigkeiten" und "Ghoul & Schöpfer").

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